Sein Buch handelt von einer kleinen schwarzen Karte, die die Wohnung ersetzt, von skurrilen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, von der Angst, als ewiger Newcomer zu enden, dem Versuch, mit Anfang dreißig nochmal auf Reisen zu gehen, als wäre man siebzehn, von Selbstgesprächen mit einem Koffer, vom geheimnisvollen Mojo, mit dem fast alles gelingt und davon, dass Ausprobieren wichtiger sein kann, als Erfolg. Es beschreibt, was aus dem Urlaubsgefühl wird, wenn man kein Zuhause mehr hat, wie die deutsche Provinz auf einen Rapper mit Marienkäfer-Koffer reagiert, was Freestyle mit Meditation zu tun hat und wann «Du kannst gerne noch länger bleiben», «Kannst du jetzt bitte endlich gehen» bedeutet. Kurz: Es ist Plädoyer dafür, loszufahren - um am Ende bei sich selbst anzukommen.
René El Khazraje, Jahrgang 1976, galt in den 90er Jahren als einer der talentiertesten HipHoper des Landes, er hatte einen Plattenvertrag, tausende Fans, eine Show beim Musiksender Viva und später ein eigenes Musiklabel. Nach einem Ausflug ins bürgerliche Leben setzte er alles auf eine Karte, kaufte sich eine Bahncard 100, verschenkte Hab und Gut, kündigte seine Wohnung - und reist seitdem durch Deutschland mit dem Ziel, wieder auf die Bühne zurückzukehren.
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